Ein Interview mit Beth Hart
Sehen Sie sich hier das vollständige Interview mit Beth Hart an.
McDonald Corp's chief sustainability officer, Beth Hart
Fünf Minuten mit der Leiterin für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung bei McDonald’s
Wie geht eine der bekanntesten Restaurantketten der Welt mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Und welche Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit bereiten Branchenführern schlaflose Nächte?
Maureen Gahan von Bord Bia hat diese Fragen kürzlich Beth Hart, Leiterin für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung bei McDonald’s, gestellt.
Lesen Sie unten eine Zusammenfassung dieses Gesprächs und sehen Sie sich das vollständige Videointerview an.
Dieses Interview wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit bearbeitet und gekürzt.
Sie stammen ursprünglich aus Nordirland, leben und arbeiten aber jetzt für McDonald’s in Chicago. Wie kam es dazu?
Beth:
Es ist sicherlich ein langer Weg von meiner Kindheit in Lurgan im County Armagh in Nordirland bis nach Chicago. Ich begann meine Karriere im Rahmen des Graduate‑Programms bei Marks & Spencer in der Baker Street in London. Dort war ich von Menschen umgeben, die mich unterstützten und förderten. Anschließend arbeitete ich in verschiedenen Positionen bei Mars, Diageo, Safeway und Sainsbury’s.
Vor sieben Jahren kam ich zu McDonald’s in Großbritannien und Irland.
Wenn Sie auf die nächsten 12 bis 18 Monate blicken, welche Herausforderungen werden Ihre Aufmerksamkeit besonders fordern?
Beth:
Noch nie war es so wichtig wie heute, dass der private und der öffentliche Sektor sowie NGOs zusammenarbeiten, um robuste und widerstandsfähige Beschaffungsmodelle zu entwickeln. Wir müssen sicherstellen, dass Landwirte von ihrer Arbeit leben können und dass auch McDonald’s‑Franchisenehmer wirtschaftlich erfolgreich sind und einen positiven Beitrag für ihre Gemeinden leisten.
Was sind derzeit die größten Herausforderungen für McDonald’s im Bereich ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit?
Beth:
Die größte Herausforderung liegt zweifellos in der Reduzierung des CO₂‑Ausstoßes und unseres ökologischen Fußabdrucks. Ein erheblicher Teil dieses Fußabdrucks entsteht in unserer Lieferkette.
Deshalb arbeiten wir mit wirklich wegweisenden Lieferanten zusammen – darunter auch unsere irischen Partner.
Welche Ratschläge würden Sie geben, um Lieferantenpartnerschaften aufzubauen und weiterzuentwickeln? Wie stellen Sie sicher, dass sie für beide Seiten von Vorteil sind?
Beth:
Wir sind unseren bestehenden Lieferanten gegenüber sehr loyal. Deshalb ist es entscheidend, dass jeder neue Lieferant tatsächlich etwas Neues einbringt – sei es ein Produkt, eine Innovation oder die Fähigkeit, uns bei der Lösung eines konkreten Problems zu unterstützen.
Diese Herausforderungen hängen nicht immer mit Wachstum zusammen, sondern oft mit Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Sobald wir mit einem Lieferanten zusammenarbeiten, investieren wir auf allen Ebenen viel Zeit und Engagement, um ihn wirklich kennenzulernen, eine enge Beziehung aufzubauen und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.
Wenn die Beziehung eng ist und man sich wirklich versteht, entsteht eine besondere Dynamik.
Welche Erfolgsgeschichten oder Initiativen begeistern Sie derzeit besonders?
Beth:
In vielen Ländern, in denen wir tätig sind, stehen Landwirte unter enormem Druck, langfristig investieren zu können. Deshalb haben wir kürzlich in den USA eine Reihe von Programmen gestartet.
Im Rahmen eines umfassenden Programms für regenerative Landwirtschaft haben wir dort beispielsweise 200 Millionen US‑Dollar in 38 Bundesstaaten investiert. Ziel ist es, Landwirte zu motivieren, regenerative Anbaumethoden zu erproben und erfolgreich umzusetzen.
Was wir in den USA umsetzen, basiert auf Erfahrungen aus anderen Ländern weltweit. Der Weg zu widerstandsfähigen Lieferketten ist in jedem Land unterschiedlich, doch einige grundlegende Leitprinzipien sind universell.
200 Millionen US‑Dollar sind eine große Investition. Welche weiteren Herausforderungen stehen aktuell ganz oben auf Ihrer Agenda?
Beth:
Man kann nie alles gleichzeitig erreichen. In einer Rolle wie meiner – die Nachhaltigkeit, Menschenrechte, gesellschaftliches Engagement, Ernährung sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung und regulatorische Anforderungen umfasst – gibt es immer irgendwo auf der Welt etwas, das Aufmerksamkeit erfordert.
Daher stellt man sich fast ständig die Frage: Tun wir genug?
Was schätzen Sie am meisten an der Partnerschaft zwischen McDonald’s und Bord Bia?
Beth:
Wir schätzen unsere Beziehung zu Bord Bia sehr. Es ist eine Partnerschaft, die sowohl die COVID‑Pandemie als auch den Brexit überstanden hat – eine enorme Belastung für die gesamte Lebensmittelbeschaffung in dieser Zeit.
Während dieser Phase trafen wir uns regelmäßig mit dem Team von Bord Bia sowie mit der irischen Regierung, um sicherzustellen, dass McDonald’s alle Gesetze und neuen Vorschriften einhält, während zugleich unsere Lieferkette und unsere Geschäftsaktivitäten in Irland stabil weiterliefen.
Und abschließend: Wie hat die Zusammenarbeit mit Bord Bia zu Ihren Nachhaltigkeitsinitiativen beigetragen?
Beth:
Die Umsetzung und Verfolgung von Strategien zur Reduzierung von Treibhausgasen, zur Verbesserung der Bodenqualität, zur Förderung der Biodiversität, zur Sicherung der Wasserqualität sowie zum verantwortungsvollen Einsatz von Tierarzneimitteln erfordert einen ganzheitlichen Ansatz.
In diesem Zusammenhang genießt das Origin‑Green‑Programm von Bord Bia bei McDonald’s großes Ansehen. Besonders wertvoll ist, dass dieses Programm über einen Zeitraum von zehn Jahren belastbare Daten auf Betriebsebene liefert. Dadurch erhalten wir ein echtes Verständnis dafür, welche Fortschritte die Landwirte erzielen und wie sich ihre Maßnahmen konkret vor Ort auswirken.
„Unsere Beziehung zu Bord Bia hat unser Denken über nachhaltige Lebensmittelversorgungsketten und regenerative Landwirtschaft geprägt – nicht nur für Irland, sondern für unser gesamtes globales Lieferkettensystem.“
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