1. Verpackungen auf Pilzbasis statt Plastik?
Neue europäische Vorschriften zwingen die Lebensmittel- und Getränkeindustrie dazu, nachhaltige Verpackungen zu priorisieren. Dazu gehört die kommende Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung, die vorschreibt, dass bis 2030 alle Verpackungen recycelbar sein müssen. Als Reaktion darauf entwickeln Unternehmen innovative Lösungen. So stellt ein weltweit führender Wein- und Spirituosenhersteller inzwischen recycelbare Papierflaschen her. Andere Marken setzen auf biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen wie Algenfolien oder Verpackungen auf Pilzbasis.
Category Directors müssen Verpackungen von Lieferanten sorgfältig prüfen, um strengere Vorschriften einzuhalten. Gleichzeitig können sie Fortschritte beschleunigen, indem sie von Branchenkollegen lernen, mit Innovatoren zusammenarbeiten oder sogar Partnerschaften mit Wettbewerbern eingehen.
2. KI-Analysen erreichen die Verkaufsfläche
Über 58 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle fallen jährlich in der EU an (Eurostat, 2025). Ein enormes Problem, bei dessen Lösung KI helfen kann. Um Überbestellungen und Abfälle bei verderblichen Waren zu reduzieren, nutzt eine große deutsche Einzelhandelskette KI zur Automatisierung von Nachfrageprognosen und dynamischer Preisgestaltung. Nähern sich Produkte ihrem Ablaufdatum, werden die Preise gesenkt, um den Verkauf zu fördern.
Auch andere Händler nutzen KI, um Lagerbestände, Produktqualität und erwartete Nachfrage zu analysieren. Diese Erkenntnisse helfen dabei, nachhaltigere Beschaffungsstrategien zu entwickeln und unnötige Abfälle zu minimieren.
3. Genomik und Präzisionslandwirtschaft als Zukunftsperspektive
Spitzentechnologien läuten eine neue Ära nachhaltiger Produktion ein. So wird die Genomik eingesetzt, um hitze- oder krankheitsresistente Pflanzen zu entwickeln — ein entscheidender Ansatz, da der Klimawandel traditionelle, weniger robuste Sorten zunehmend beeinträchtigt. Neue präzise Züchtungstechniken werden ebenfalls erprobt, um die CO₂-Emissionen von Nutztieren zu reduzieren. Dabei werden Tiere identifiziert und gezüchtet, die von Natur aus weniger Methan produzieren. Die Akzeptanz dieser Präzisionszucht ist jedoch gemischt: Mehr Verbraucher im Vereinigten Königreich halten sie für inakzeptabel (42 %) als für akzeptabel (26 %) (The Food Standards Agency, 2025).
In diesem komplexen Umfeld können Category Directors einen Vorsprung erzielen, indem sie aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen verfolgen, nach Möglichkeit mit spezialisierten Produktentwicklern zusammenarbeiten und die Verbraucherhaltung gegenüber potenziell kontroversen Lebensmitteln beobachten.
Mit nachhaltigen Innovationstrends Schritt halten
Von pflanzenbasierten Verpackungen bis hin zu KI-gestützter Nachfrageprognose — Innovationen im Nachhaltigkeitsbereich entwickeln sich rasant. Zukunftsorientierte Category Directors haben daher zahlreiche Möglichkeiten, ihre ESG-Ziele voranzutreiben.
Bei Bord Bia unterstützen wir Sie bei Ihren nachhaltigen Innovationsvorhaben, indem wir Partnerschaften mit Origin Green-zertifizierten Mitgliedern ermöglichen und zentrale Erkenntnisse aus globalen Studien teilen. Kontaktieren Sie uns noch heute, um mehr zu erfahren.